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Schiffswrack von Kyrenia

Freitag, 8. Mai 2009 | Autor: admin

Das ungefähr 306 v. Chr. versunkene Schiff in Kyrenia wurde 1965 von einem zypriotischen Taucher, Andreas Kariolou in 30m Tiefe entdeckt. Er suchte nach Schwämmen im Meer, wobei sich der Anker seines Bootes in ein paar Amphoren verhakte. Erstmals behielt er seinen Fund für sich, doch zwei Jahre später meldete er dieses und mehrere amerikanische Archäologen kamen um sich das Ganze anzusehen und nachzuforschen. In diesem Wrack befanden sich hunderte gut erhaltene und zerstörte Amphoren. Man fand auch Münzen, die prägungen von 316 – 294 v. Chr. enthielten, 10.000 Mandeln und zu Ballastzwecken nahm die Besatzung noch Kies und Flußsteine an Bord. Da das Schiff aus Holz großer, alter Bäume angefertigt wurde konnte man mit dem C 14 Gehalt das ungefähre Endstandsdatum, was 345-90 v. Chr. ergab, ausrechnen.

Weiterhin suchten Taucher lange und erfolglos nach weiteren wertvollen Objekten. Da man sonst nichts mehr fand, bis auf eiserne Speerspitzen im Rumpf, hatte man angenommen, dass das Schiff wohl nach Auslauf von Piraten angegriffen worden war und diese die wertvollen Schätze mitgenommen haben. Deshalb auch das Sinken des Schiffes.

Es sank mit dem Bug voraus 30m tief und grub sich mit seiner Backbordseite tief in den sandigen Schlick. Nachdem man das ganze Schiff ausgeräumt hatte, beschloss man sich für eine Aushebung des Körpers. Doch es gab ein paar Komplikationen, und zwar drohte das Schiff auseinander zu fallen sobald man es anhob. Somit zerlegt man das Wrack und ließ es in sogenannte Ballon-Lifte an die Oberfläche schweben.

Dort wurden die Teile in wasserlösliches Polyäthylenglykol gebadet, dass das Wasser aus dem Holz zog und es damit stabilisierte. Alle Fundteile wurden wieder eingeräumt und heute ist das Wrack ein Museum das Touristen besuchen können.

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Thema: Sehenswürdigkeiten

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