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Gyaros – Grischische Insel

Donnerstag, 8. Januar 2009 | Autor: admin

Gegenwärtig ist die Ostkykladische Insel Gyaros unbewohnt. Das war nicht immer so. Man nimmt an, dass die Insel im Bronzezeitalter bereits bewohnt war. Beweise hierfür gibt es allerdings noch nicht. Nachweislich aber war die Insel im 3. Jahrhundert vor Christus bewohnt. Alte Terrassenkulturen sind Zeuge einer früheren Bewohnung der Insel. Die Insel liegt zwischen den kykladischen Inseln Andros, Tinos, Siros und Kythnos und zuletzt die Insel Kea.

Gyaros ist ungefähr neun Kilometer lang und fünf Kilometer breit. Die Insel ist vegetationsarm und gebirgig. Der höchste Punkt auf der Insel hat eine Höhe von ca. 490 Metern. An der Ostseite der Insel lassen sich die eingangs erwähnten Terrassenkulturen und Überreste eines antiken Dorfes finden. Das die Insel in den Kykladen im frühen Mittelalter bereits bewohnt war, lässt sich anhand einer Münze beweisen, die eigens für bzw. von den Inselbewohnern  hergestellt wurde.

Andererseits waren die Bewohner von Kea auch für Ihre Armut bekannt. Zu Cäsars Zeiten, in der Römerzeit, war die kleine öde Insel ein Ort der Verbannung. Zu Zeiten der griechischen Militärdiktatur war die Insel ebenso ein Verbannungsort für politisch aufsässige Personen. Der Ruf der Insel eilte ihr also voraus. Über einen Zeitraum von 2000 Jahren war die Insel einmal Gefängnis, ein andermal Internierungs- bzw. Verbannungsort.

Im Mittelalter war die Insel ein beliebter Anlaufpunkt. Die Insel hat zwar keinen Hafen, aber damals wie heute ist der Purpurmuschelfang Grund genug die Insel anzulaufen. Sie ist die einzige Insel von Griechenland wo diese Muscheln eingesammelt werden. Noch vor nicht allzu langer Zeit, war die Insel zumindest im Sommer von einigen Ziegenhirten bewohnt. Seit diesem Zeitpunkt liegt ein Schleier der Stille und Ruhe über der Insel.

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Thema: Kykladen

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