Der Kanal von Korinth
Freitag, 20. Juni 2008 | Autor: admin
Das griechische Festland wird durch den Kanal von Korinth von der Halbinsel Peloponnes getrennt. Schon Cesar, Caligula, Nero und Hadrian arbeiteten an Plänen solch einen Kanal zu schaffen. Dennoch blieben es bei Cesar und Hadrian bloß bei ein paar Entwürfen. Doch die anderen beiden römischen Kaiser wollten das Ganze auch realisieren. Caligula ließ die Wasserspiegel ausmessen, wobei dann rauskam, dass der Wasserspiegel des Korinthisches Golfes um einiges höher sei als der des Saronischen Golfes und bei einem Durchbruch Inseln überschwemmt werden würden. Damit wurde das Projekt vorsichtshalber unterbrochen. Nero aber ließ 6000 jüdische Sklaven von zwei Seiten sich zur Mitte herkommend graben. Sie sollten in der Mitte einen endgültigen Durchbruch schaffen. Doch die Arbeit wurde nach drei Monaten eingestellt da Nero verstorben war und das Projekt den Nachfolgern, Galba und Otho zu riskant und zu teuer erschien.
Somit wurde der Kanal mit hohem Risiko erst 1881-1893 gebaut. Um endlich die 400 km lange Schifffahrten um die Peloponnes zu ersparen. Dafür durchgrub man den Isthmus von Korinth, die Landenge von Korinth an seiner schmalsten Stelle. Man grub 84m in die Tiefe durch Felsgestein und 6,3 km lang. Dadurch entstand die Verbindung zwischen den Saronischen Golf mit dem Golf von Korinth. Das Kanalbett oben ist geschätzte 24m breit und verengt sich nach unten hin auf ca. 21m. Die Wassertiefe beträgt nur 8m und schränkte damit die Durchfahrt vieler, großen Schiffe ein. Heute erlauben die Dimensionen des Kanals nur die Passage kleinerer Schiffe. Zusätzlich gibt es Durchfahrtsgebühren. Bei einer Yacht betragen diese 10€ pro gefahrenen Meter. Trotz dieses Nachteils passieren im Jahr ungefähr 11.000 Schiffe diesen Kanal, meistens von Fähren und Touristenschiffe.
Weiterhin beachtenswert sind die absenkbaren Brücken an beiden Seiten des Kanals. Wenn sich ein Schiff nähert, werden diese von einem motorgetriebenes Gestänge im Kanal versenkt.










