Das Löwentor in Mykene
Mittwoch, 29. April 2009 | Autor: admin
Den Namen „Löwentor“ hat er wegen dem verzierten Relief mit dem über dem Tor befindliches Entlastungsdreieck, indem sich zwei Löwen rechts und links einer zentralen Säule gegenüber stehen. Deren Vorderbeine ruhen auf einer sockelartigen Basis und deren Köpfe sollen aus Bronze oder Steatit (Speckstein) bestanden haben. Doch diese wurden bei den Ausgrabungen 1874 nicht gefunden. Das Löwentor war schon früher das Haupttor der antiken Stadt, Mykene. Es befindet sich im Nordwesten der befestigten Anlage und führt zu einer Rampe, die zu dem Meragon Palast führt. Dieses Tor soll 1250 v. Chr. erbaut worden sein. Der äußere Weg links säumt eine 45m lange Mauer und von rechts wird das Tor durch eine Verdickung einer weiteren Mauer, die einem Turm gedient haben könnte, geschützt.
Das Tor besteht aus vier Monolithblöcken, die ohne Mörtel zusammengefügt sind, mit einer Öffnung in einer Höhe von 3,10m und einer Breite von 3m. Trotz allem ist der Durchgang hier 17m lang und 10m breit. Das Tor hat auch noch Angeleinlassungen für Torflügel. Diese Einlassungen kann man bis heute in der Torschwelle und dem Sturz sehen.
Der Torsturz besteht etwa aus einem 12 Tonnen schweren Monolithen und über diesem ist das namengegebene Entlastungsdreieck mit dem Löwenrelief. Dieses Tor, das zum Meragon Palast führt wird dem mykenischen König Atreus zugeschrieben. Alles zusammen mit der zyklopischen Ringmauer bezeugt heute die Größe und den einzigartigen Reichtum der antiken Stadt.










